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 AVANTI

Oktober 2001

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INNEN
Göteborg:
Gerichte verschärfen Urteile

Die schwedischen Gerichte setzen die Welle harter Urteile gegen die DemonstrantInnen vom EU-Gipfel am 15.6. in Göteborg fort.

Bereits die Urteile der über 100 Verfahren der ersten Instanz fielen ungewöhnlich hart aus. Doch in fast allen Fällen ging die Staatsanwaltschaft in Berufung. Noch härtere Urteile waren die Folge, darunter bei drei Demonstranten aus der BRD. Der 20-jährige, von Polizeischüssen schwer verletzte Sebastian aus Bad Münstereifel muss statt 6 Monate nun 18 Monate einsitzen. Björn aus Berlin bekam zu seinen 14 Monaten zusätzlich 6 Monate aufgebrummt.

Die Berufungsverhandlung von Hannes

Am 24.09. findet die Berufungsverhandlung unseres Genossen Hannes Heine statt. Hannes, 20 Jahre alt und aktiv in der IG Medien-Jugend, war mit anderen jungen GewerkschafterInnen nach Göteborg gereist. Wegen Ausschreitungen und Rädelsführerschaft wurde er zu 14 Monaten verurteilt. Ein Polizist als Zeuge will ihn von schräg hinten erkannt haben. Selbst der Berufsrichter erkannte auf Freispruch, wurde aber von den Schöffen überstimmt. Sogar bürgerliche Beobachter sind über die harten Urteile erschrocken. Der Göteborger Rechtswissenschaftler Töllborg meinte, das schwedische Rechtswesen habe bei der Aufarbeitung der Krawalle „die Kontrolle völlig verloren".

Gewerkschaftliche Solidarität nötig!

Aus dem gesamten Bundesgebiet kamen spontan Solidaritätserklärungen von empörten GewerkschafterInnen. Innerhalb des DGB Berlin ist Hannes Fall sehr bekannt. Von Ver.di wurden die Anwaltskosten übernommen, von der DGB-Jugend eine Soliparty organisiert. Ver.di stellt für den Tag der Berufungsverhandlung einen Bus nach Göteborg zur Verfügung, um einer gewerkschaftlichen BeobachterInnendelegation die Prozeßteilnahme zu ermöglichen. Unsere GenossInnen organisierten im Vorfeld der Berufungsverhandlung am 21.09. einegewerkschaftliche Protestaktion vor der schwedischen Botschaft. Hier forderten ca. 50 KollegInnen und FreundInnen die Freilassung von Hannes und allen anderen verurteilten Jugendlichen. Leider zog die DGB-Jugend Berlin-Brandenburg ihren anfänglichen Aufruf zurück, aus Angst die Kundgebung könne von einigen Gruppen anlässlich des bevorstehenden US-Militärschlages „mißbraucht" werden.

Uwe Nawrot, Gruppe Sozialistischer Gewerkschafter (GSG)
(Aus Platzgründen stark gekürzt)

 

Weitere Infos über E-Mail:

Andreas.Koehn@verdi.de

Spenden an:
SEB-Bank in Berlin
BLZ 100 101 11
Konto-Nr. 1496831900
Kontoinhaber: Landesjugendvorstand der IG Medien

Briefe an:
Hannes Heine
c/o Häktet; Göteborg
Box 216
S-40123 Göteborg
Schweden

Protestresolutionen an:
Ministry of Justice
Visitors’ address: Rosenbad 4
Fax: + 46 8 20 27 34
E-mail: registrator@justice.ministry.se

Prime Minister’s Office
Visitors’ address: Rosenbad 4
Fax: + 46 8 723 11 71
E-mail: registrator@primeminister.ministry.se

Swedische Botschaft Berlin
Fax: 030 50506789
E-Mail: ambassaden.berlin@foreign.ministry.se

Kopie bitte an: gbgsolidarity@aol.com

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