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 AVANTI

Oktober 2001

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INNEN
Gewerkschaften:
Generalstreik gegen Terror, Generalstreik gegen Krieg?

Am Donnerstag , dem 13. September geschah, was sonst nie geschieht: Für 5 Minuten traten Unternehmerverbände und Gewerkschaften gemeinsam in den Generalstreik.
Unter dem Schock des Angriffs auf das World Trade Center einigten sich Gewerkschaften und Unternehmerverbände auf einen gemeinsamen Aufruf zum fünfminütigen Generalstreik. Sicherlich war die Betroffenheit klassenübergreifend. Wenn aber Lohnabhängige aus Trauer über die Opfer des Terrors die Arbeit niederlegen, ist das etwas völlig anderes als die Erstellung gemeinsamer Aufrufe mit dem Klassenfeind. Den Streik der ArbeiterInnen und Angestellten unterstützen wir – bei Wahrung der völligen Klassenunabhängigkeit vom Kapital.

Dass die imperialistische BRD den Schulterschluss mit den imperialistischen USA sucht, war nicht anders zu erwarten. Dass sich die KapitaleignerInnen der BRD in der Stunde der Bedrängnis als Teil des Weltkapitals verstehen, wird kaum jemand überraschen. Reagiert aber die Gewerkschaftsbürokratie so wie das Kapital und seine Regierung, so zeigt das: Auch sie gehört größtenteils zum imperialistischen Lager. Nicht nur für das Parlament, sondern auch für die Gewerkschaftsbürokratie gilt: Je höher sie in den Sphären der bürgerlichen Gesellschaft angesiedelt ist, desto bereitwilliger gibt sie der bürgerlichen Öffentlichkeit nach. So machten die Spitzen der Eisenbahngewerkschaft TRANSNET aus der tragischen Katastrophe vom 11. September den „schlimmsten und brutalsten Terroranschlag der Menschheitsgeschichte". Wer so etwas in die Welt setzt, relativiert den Terror der herrschenden Klassen in Hiroschima und Auschwitz, die Verantwortung des Imperialismus für den 1. und den 2. Weltkrieg.

Kein Krieg in Sicht?

Für den DGB, TRANSET und Ver.di existierte in der Stunde Null keine Kriegsgefahr. Die Abgehobenheit der Bürokratie führte zu einer fast völligen Blindheit gegenüber den wirklichen Interessen des Imperialismus. Wohltuend hob sich von diesen Positionen die Erklärung der GEW ab. Deren Vorsitzende fand immerhin „es gebe keinen Grund und kein Recht, ganze Völker oder Regionen anzuklagen oder gar mit Krieg zu überziehen, nur um terroristischen Mörderbanden das Handwerk zu legen".

Zwischen angepasstem DGB-TRANSET und der „linken" GEW nahm die IG Metall eine Mittelstellung ein, wenn Zweideutigkeit und Widersprüche als politische Haltung gelten dürfen. Einerseits warnte ihr Vorsitzender Zwickel vor „einer Eskalation der Gewalt". Zwickel forderte eine politische Bekämpfung des Terrors: „Wir können als demokratische Gesellschaft Terror und Gewalt nicht mit gleicher Münze vergelten." Anderseits forderte der IGM-Vorsitzende: „Die Urheber der Anschläge müssten schnellstens gefasst und bestraft werden. Dafür brauche Amerika weltweite Unterstützung." Daraus kann mensch genauso gut eine Kriegs- wie eine Anti-Kriegsposition ableiten.

So, wie die Erklärungen von DGB, TRANSET und Ver.di das Echo der bürgerlichen Klasse sind, so sind die Stellungnahmen von GEW und – sehr gebrochen – von der IG Metall ein Echo von Friedensstimmungen der Lohnabhängigen. Daran können und müssen wir anknüpfen. Ob am Arbeitsplatz, in der Vertrauensleutesitzung oder der Delegiertenversammlung: Der Terror wurde bereits eindeutig verurteilt. Jetzt sind Resolutionen gegen den Krieg gefordert: 5 Minuten Generalstreik am Tag X bzw. an einem festzulegenden Tag kurz danach!

B.B. (22.9.2001)

  Berlin:
Kampf gegen Krieg, Entlassungen und Sozialabbau!
Mitgehangen, mitgefangen!
PDS & Krieg
Die Rezession bahnt sich an:
Die Weltwirtschaft nach dem 11. September
Berliner Krise:
Was ist zu tun?
Betrieb & Gewerkschaft
5000 mal 5000
Korporatismus gegossen in Tarifverträge
Österreich:
Gewerkschaft im Visier
Generalstreik gegen Krieg?
Schwerpunkt
Die Folgen des Terroranschlags
„Amerikas neuer Krieg“
Schock und Ausschreitungen nach dem Terroranschlag
Die Labour Party Pakistan zu den Anschlägen
Stoppt die Angriffe auf Arab-Americans
Antifa
Kurzer Sommer der Staatsantifa
Göteborg:
Gerichte verschärfen Urteile
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Kampf der Barbaren
Der Taliban-Effekt
ArbeiterInnen von VW-Mexiko brechen Lohndiktat
Zur Problematik der Tobin-Steuer
RSB-Berlin
Plattform für Wahlintervention
Aus dem RSB
Herbstseminar des RSB
Antisemitismus und Antizionismus
Und...
14. Dezember 2001
Auf nach Brüssel!
Gewinne & Entlassungen
Der real existierende Kapitalismus
 

 

 

 

 

 
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