AKTUELL REGIONAL ÜBER UNS ARCHIV THEMA LINKS KONTAKTE

 AVANTI Juli - August 2002

 

Avanti Juli-August 2002: download der Internetseiten ~ 90 kb
Avanti Juli-August 2002: download im Originallayout 947 Kb

Ältere Avanti 
Ausgaben im Archiv

zurück zur Startseite

 
INNEN
Möllemann als Interessenvertreter

Dass Möllemann für sein politisches „Projekt 18" die FDP zu einer (von Haider inspirierten) populistischen Rechtspartei aufbauen will, ist nur der eine Grund für seine Instrumentalisierung der unterdrückerischen Politik der israelischen Regierung.

Dahinter stecken auch ganz handfeste wirtschaftliche Interessen. Als Vorsitzender der Deutsch-Arabischen Gesellschaft (an der nach bundesdeutschem Parteienproporz auch Vertreter von CDU/CSU und SPD beteiligt sind) ist er an der Einfädelung vieler Geschäfte der deutschen Industrie mit Ländern im arabischen Raum beteiligt.

Doch Möllemann ist auch für direkt eigene Geschäfte tätig, also dort, wo die Bereicherung nicht in erster Linie über Schmiergeldzahlungen läuft. Schon in den 80er Jahren, als Staatsminister im Auswärtigen Amt, wurde ihm vorgeworfen, dieses Amt auch dafür zu benutzen, der Firma „PR + Text", an der er beteiligt war, Aufträge zuzuschustern. Später als Wirtschaftsminister hat er auf dem Briefpapier des Ministeriums für ein Produkt seines Schwagers (Plastikchips für Einkaufswagen) geworben.

1994 gründete er die Firma Web/Tec (Wirtschafts- und Exportberatung Jürgen W. Möllemann Trade Consult). Diese Firma „berät...deutsche Firmen bei Ausschreibungen für Infrastruktur-Projekte, beim Ausbau von Flughäfen oder Pipelines" (Der Spiegel 23/02). Über diese Firma und ihre einzelnen Aktivitäten ist in der Öffentlichkeit nicht viel bekannt. Bekannt geworden ist allerdings inzwischen schon, dass der Name Möllemann im arabischen Raum inzwischen häufiger genannt wird als noch vor ein paar Monaten.

Aber da gibt es noch weitere Interessen: Nicht umsonst hatte Möllemann nach Gründung seiner Web/Tec den ehemaligen Militärattaché an der deutschen Botschaft in Saudi-Arabien, Geerdts, als Prokuristen bestellt. Geerdts hatte sich 1990 in Saudi-Arabien um die Lieferung von Militärgütern gekümmert, darunter den ABC-Spürpanzer Fuchs.

„Als Bonn die Lieferung zunächst verweigerte, vermeldete Geerdts eine ‚heftige negative Reaktion’ der Saudis an die Heimatfront. Die Meinung änderte sich in Bonn erst Anfang 1991 – zur Zeit, als Möllemann gerade zum Wirtschaftsminister aufgestiegen war. Am 27. Februar 1991 genehmigte der Bundessicherheitsrat die Ausfuhr von 36 Panzern..." (Der Spiegel 23/02).

D. B.

Droht eine Zweiklassenmedizin? Nein, die haben wir schon!
Schöne neue Uni
Endlich wird alles gut an den deutschen Schulen...
"Ude-in den Container"
Demonstrationen gegen Bildungsdeform
Betrieb & Gewerkschaft
Warnstreiks bei der Deutschen Post AG
Streik am Bau
DGB-Kongress: Sich ja nicht festlegen!
Zukunftsdebatte in der IG-Metall: Die Modernisierer schlagen zu
Betriebsratwahlen in der Automobilindustrie: Interesse der Belegschaften an Betriebsräten geht zurück
Schwerpunkt
Chronik des Antisemitismus-Streits in der FDP
FDP - Ein übles Gebräu mit 18 Prozent?
Mölleman als Interessenvertreter
Zum SoZ-Artikel "Die Antisemitismusfalle" "Progromstimmung gegen Jürgen Möllemann?
Keine Gewalt gegen Bahamas & Co.!
Frauenbefreiung
Die Hochschule - Ort der männlichen Elitenbildung
Ökologie
Ökologie und Ökonomie
International
Kleider machen Leute - kaputt
Buchbesprechung: Afghanistan, der Krieg und die neue Weltordnung
Spanischer Staat: Der Generalstreik vom 20. Juni 2002
Gegen die Agression des Europa des Kapitals: Generalstreik!
Frankreich nach den Wahlen: Interview mit Oliver Besancenot
Ecuador: ALCA und Plan Colombia
Algerien: Ein kleiner Erfolg gegen die Repression
Afghanistan: Massaker in der Wüste
Spiel mit dem nuklearen Feuer
Und....
Kurzmeldungen
Leserbrief

 

 

 
 
[AKTUELL] [REGIONAL] [ÜBER UNS] [ARCHIV] [THEMA] [LINKS] [KONTAKTE]