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  Stoppt den Krieg!

 

 

 

Innen
Die Medien als Kriegspartei

Der Krieg gegen den Irak ist ein Krieg der “High-Tech Waffen”, aber auch der “eingebetteten JournalistInnen”. Diese ziehen mit den US-Truppen umher und melden sich live von den Kriegsschauplätzen.

In den kriegführenden Ländern, allen voran in den USA, wurde auch dieser Teil der Kriegsführung systematisch vorbereitet. Das Pentagon veranstaltete Trainingscamps für Kriegsberichterstatter und Militärs, um sich bereits im Vorfeld des Irakkrieges "kennen und verstehen zu lernen". Ein WIR-Gefühl entstand. Die VerteidigerInnen des Irak werden als "Feind" bezeichnet, welcher US- und britische Truppen aus "Hinterhalten" angreift oder "Widerstandsnester" bildet.

Kriegsjournaille

Die Kriegsberichterstattung von FOX, CNN und NBC ist kriegsverherrlichend und verkündet ständig den sicheren Sieg. "Befreiungskrieger" wie Bush, Rumsfeld und ihre Strategen in den verschiedenen Golfstaaten, von wo aus die "Operation irakische Freiheit" organisiert wird, können so ihre menschenverachtenden Vorstellungen verbreiten. Jede Lüge über die Entdeckung von Massenvernichtungswaffen oder über vermeintliche Greueltaten der irakischen Seite wird sofort weltweit verbreitet.

Beispiele

Die angebliche Entdeckung einer Chemiewaffenfabrik sollte mit zur Kriegsrechtfertigung dienen. Inzwischen gibt es in den Medien kein Wort mehr davon, denn die Behauptung hat der Überprüfung durch unabhängige BeobachterInnen nicht standgehalten. Immer wieder ist auch vom Einsatz verbotener Scud-Raketen gegen den Nachbarstaat Kuwait, der als Hauptaufmarschgebiet für diesen Krieg dient, die Rede. Selbst UN-Chefwaffeninspektor Blix hat solche Behauptungen zurückgewiesen.

Noch ungeheuerlicher war die Behauptung, dass britische Kriegsgefangene von der irakischen Seite hingerichtet wurden. Dies war von Bush und Blair behauptet worden, um die Bestialität des "Feindes" unter Beweis zu stellen und die Notwendigkeit ihres barbarischen Angriffskrieges zu betonen. Die Schwester eines der vermeintlich Hingerichteten hat inzwischen erklärt, ihr Bruder sei im Kampf getötet worden. Das habe dessen Vorgesetzter ihr mitgeteilt.

Nicht genug, dass solche Lügen auch hierzulande in den Medien – allen voran in der Bild-Zeitung – verbreitet werden. Trotz der Opfer im Jugolslawien- und im Afghanistankrieg an der Zivilbevölkerung, wird weiterhin an dem Märchen vom "sauberen Krieg", der nur militärische Angriffsziele treffe, festgehalten. Die furchtbaren Massaker, die in der ersten Kriegswoche von den US- und britischen Truppen mit ihren Bomben und Marschflugkörpern an der irakischen Bevölkerung verübt wurden, wurden zuerst von AL DSCHASIRA und anderen arabischen Nachrichtenkanälen gemeldet. Noch Tage danach bemühten sich die hiesigen TV-Kanäle die Verantwortung für die Massaker in Zweifel zu ziehen. Das Bild des "humanitären Krieges" wird abgerundet durch die Berichte über die Hilfslieferungen für die irakische Bevölkerung z.B. in der zweitgrößten irakischen Stadt Basra. Dort sind SoldatInnen zu sehen, die Nahrungsmittel und Wasser an die ausgehungerten Menschen verteilen. Vorher war diese Stadt tagelang bombardiert und die Trinkwasserversorgung zerstört worden.

Claudio Reiser

 


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