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  Streik gegen Krieg!

 

 

 

Innen
Kurdistan im Schatten des Krieges

Die autonome kurdische Region im Nordirak steht unter dem Schutz der UN und faktisch der USA und Britanniens. Ihre BewohnerInnen rechnen bei Kriegsbeginn mit dem Einmarsch türkischer Truppen.

Die türkische Republik will dabei nicht nur den USA helfen, sondern auch die mögliche Entstehung eines kurdischen Staates im Nordirak verhindern. Die Unabhängigkeit wird dort allerdings nur von kleinen Gruppen angestrebt.

Begründet wird ein Einmarsch mit dem dortigen Vorhandensein von 3,5 Millionen TurkmenInnen, bei einer Bevölkerung von vermutlich nur drei Millionen, für deren Schutz gesorgt werden soll. Im Hintergrund stehen die nach 1926 nie aufgegebenen Ansprüche der Türkei auf die ölreiche Region.

Eine derartige Intervention würde nicht nur Kämpfe zwischen der türkischen Armee und kurdischen Organisationen auslösen. Auch der Iran würde auf den Plan rufen, der kein Interesse an einer Stärkung des türkischen Einflusses in der Region hat. 23 Organisationen in Irakisch-Kurdistan haben sich in einem Aufruf gegen die Einmarschpläne gewandt, darunter die beiden größten kurdischen Organisationen KDP und PUK.

Die Haltung beider Organisationen zum imperialistischen Angriff ist unklar. Sie haben mit den USA schon öfters schlechte Erfahrungen gemacht und haben wenig Illusionen über die Nachkriegssituation. Sie hoffen aber auch auf den Sturz des Saddam-Regimes.

In den kurdischsprachigen Teilen der Türkei und des Irans gehen die Sicherheitskräfte indessen verstärkt gegen oppositionelle Kräfte vor. Im Iran wurden mehrere Mitglieder der KDP-Iran und der linken KOMALA hingerichtet. In Nordkurdistan sind sowohl die legalen Oppositionsgruppen und die illegale KADEK (Ex-PKK) weiterhin, trotz wohlklingender Versprechungen der neuen Regierung, einem andauernden staatlichen Druck ausgesetzt. Das Newroz-Fest wird eine Art Test der Liberalität der türkischen AKP-Regierung darstellen.

joe hill

 

 

 


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