In Erwägung, dass sich über hundert GewerkschafterInnen von verschiedenen
Gewerkschaften, Gewerkschaftsdachverbänden und anderen
ArbeiterInnenorganisationen, die insgesamt mehr als 2 Millionen Mitglieder
vertreten, sich in Chicago zu einer noch nie da gewesenen Versammlung
dieser Art getroffen haben, um über die von der Bush-Regierung drohende
Kriegsgefahr zu diskutieren;
In Erwägung, dass Gewerkschaftsführer und -mitglieder
und die Pflicht haben, alle KollegInnen über die Angelegenheiten zu
informieren, die ihr Leben, ihre Arbeit und ihre Familien betreffen und
dass sie die Pflicht haben, sich in der nationalen Debatte über diese
Angelegenheiten vernehmbar zu Wort zu melden;
In Erwägung, dass die Opfer einer militärischen
Intervention im Irak im wesentlichen die Söhne und Töchter aus
ArbeiterInnenfamilien sein werden, die in der Armee dienen, ebenso wie
unschuldige irakische ZivilistInnen, die schon so viel ertragen mussten;
In Erwägung, dass wir mit den einfachen ArbeiterInnen
wie auch mit den Kindern im Irak keinen Streit haben, genauso wenig wie
mit denen jedes anderen Landes;
In Erwägung, dass Milliarden Dollar für diesen Krieg
aufgebracht werden, die dann unseren Schulen, Krankenhäusern, dem
Wohnungsbau und dem Sozialen Sicherungssystem fehlen werden;
In Erwägung, dass der Krieg einen Vorwand liefern wird,
hier im Lande die Arbeitsgesetzgebung, die Einwanderungsbestimmungen und
Bürgerrechte zu beschneiden;
In Erwägung, dass Bushs Kriegspolitik als Ablenkung von
der schlechten Wirtschaftslage, der Korruption in den Konzernen und den
Massenentlassungen dienen wird;
In Erwägung, dass eine solche Militäraktion nach
Einschätzung vieler Beobachter die Wahrscheinlichkeit terroristischer
Gegenschläge erhöhen wird;
In Erwägung, dass es keine überzeugende Verbindung
zwischen dem Irak und Al Qaida oder den Anschlägen vom 11. September gibt,
und dass weder die Bush-Regierung noch die UN-Inspektoren glaubhaft
dargelegt haben, dass der Irak eine wirkliche Bedrohung für die
AmerikanerInnen darstellt;
In Erwägung, dass ein US-Angriff auf den Irak eine
friedliche Lösung von Streitfällen zwischen Staaten in Frage stellt und
die Sicherheit der ganzen Welt bedroht, einschließlich der
AmerikanerInnen;
In Erwägung, dass die ArbeiterInnenbewegung ein
historische Rolle im Kampf für Gerechtigkeit gespielt hat,
bilden wir hiermit die Vereinigung US Labor Against the
War (USLAW) und beschließen, dass USLAW sich hartnäckig gegen Bushs
Kriegspolitik wenden wird und beschließen weiterhin, dass US Labor Against
the War diese Erklärung veröffentlichen wird und Antikriegsaktivitäten in
den Gewerkschaften, den ArbeiterInnenorganisationen und den sozialen
Bewegungen fördern wird.
Angenommen am 11. Januar 2003 in Chicago, Illinois.
Kontakt:
Kabob240@aol.com
sowie
G8751@erols.com