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  Kein Blut für Öl!

 

 

 

INNEN
Gegen das Treffen der Weltkriegselite:
Internationale Antikriegsdemo
Am 8. 2. in München

Der Antikriegskongress am 10. – 12. Januar gegen die NATO-Sicherheitskonferenz war ein voller Erfolg. Am 8. Februar beginnt die internationalen Gegendemo um 12 Uhr auf dem Marienplatz. Sie wird auch die erste bundesweite Antikriegsdemonstration sein.

Auf dem dreitätigen Kongress trafen sich einige hundert Linke der verschiedensten Strömungen, Flüchtlinge und GewerkschafterInnen und setzten sich inhaltlich mit der Kriegspolitik der NATO-Staaten, der Militarisierung, der Verbindung zwischen Patriarchat und Militär sowie dem Nahen Osten auseinander. Von den meisten TeilnehmerInnen wurde der Kongress mit zahlreichen GastreferentInnen als sehr gut eingeschätzt. Besonders positiv war die Teilnahme von Flüchtlingen der Gruppe The voice, die aus Jena angereist waren. Sie betonten noch einmal den wichtigen Zusammenhang zwischen Krieg, Flucht und der Festung Europa und zeigten mit ihrer Anwesenheit, wie wichtig Solidarität mit politisch aktiven Flüchtlingen ist. Interessant war das Forum zum Nahen Osten, welches trotz der Brisanz, mit welcher dieses Thema sonst diskutiert wird, ruhig ablief. ReferentInnen waren u.a. zwei Frauen, die in Palästina in der Westbank und in Israel mit der Friedensbewegung gearbeitet haben. Sehr gut war auch das Forum zum Umgang der Medien mit dem Krieg, hier trugen JournalistInnen und FotografInnen ihre Erfahrungen vor.

Die Demonstrationen gegen die Sicherheitskonferenz werden dieses Jahr wohl nicht verboten werden. Dies ist sicherlich ein Erfolg der zahlreichen Teilnahme an der nicht genehmigten Demo letztes Jahr. Und auch die Kirchen, die 2002 noch alle Schlafmöglichkeiten mit dem Verweis auf die anreisende GewalttäterInnen verweigerten, wollen in diesem Jahr genügend Räume für TeilnehmerInnen zur Verfügung zu stellen.

Bei all dieser Einigkeit musste zunächst auch der Oberbürgermeister Ude mitziehen. Er kündigte an, selbst gegen den Irakkrieg zu demonstrieren. Ob vor oder nach dem Sektempfang mit der Weltkriegselite, hat er nicht gesagt. Aber er hat glücklicherweise betont, sich nicht den Bündnisdemos anschließen zu wollen, da dort "ausgerechnet die Bundesregierung verleumdet wird, die am konsequentesten von allen europäischen Regierungen gegen den Krieg eintritt" (SZ 16.1.). Kein Kommentar! Der bayerische DGB-Vorsitzende Fritz Schlösser (und SPD–MdB) organisierte dann auch eine Spalterdemo. Trotzdem riefen Ver.di und GEW zur Demonstration des Antikriegsbündnisses auf.

Infos: www.no-nato.de

Trixi Blixer

 


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