Der reale Kapitalismus
Die Wirtschaftsprüfungsgesel-lschaft KPMG will bei
den WirtschaftprüferInnen und im prüfungsnahen Geschäft 700 Stellen streichen.
Auch bei der ehemaligen Beratungssparte KPMG Consulting werden voraussichtlich
700 Stellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz abgebaut. (FTD
12.12.02).
Der Elektro- und Technologiekonzern ABB will binnen
3 Jahren seine Belegschaft vor allem durch Verkäufe der Petrochemiesparte und
der Gebäudetechnik um über 46.000 Personen reduzieren. (FTD 20.11.02).
Japans dominierender Telekom-konzern NTT hat in den
vergangenen Monaten etwa 100.000 Beschäftigte in Tochterunternehmen
verschoben, wo sie die gleiche Arbeit machen aber weniger verdienen. Der
Konzern weist für die letzten sechs Monate einen operativen Gewinn von 823
Mrd. Yen (6,7 Mrd. €) aus. (FTD 19.11.02).
Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing wird im
kommenden Jahr weitere 5.000 Stellen im Zivilflugzeugbau streichen. Seit Ende
2001 hat er bereits fast 30.000 Arbeitsplätze vernichtet. (FTD 22.11.02).
Der schwedische Autobauer Saab, eine General Motors
Tochter, hat ein massives Sparprogramm angekündigt. Unter dem Namen „Viggen"
(Donnerschlag) sollen 1.300 der 6.600 Arbeitsplätze wegfallen, die meisten am
Hauptstandort Trollhättan. (FTD 28.11.02).
Der französische Chipkartenher-steller Gemplus will
1.000 seiner weltweit 6.500 Mitarbeiter abbauen. Am stärksten betroffen ist
Frankreich mit 483 Arbeitsplätzen. (FTD 10.12.02).