Um Druck während der Tarifverhandlungen im Öffentlichen
Dienst aufzubauen, wurden auch in München mehrere Warnstreiks durchgeführt.
Das erste Mal seit Jahren wurden viele Bereiche miteinbezogen, die sonst eher
im Hintergrund der Tarifverhandlungen stehen. So beteiligten sich am 10.12.
ca. 500 KollegInnen bei der ersten gemeinsamen Kundgebung: städtische
MüllentsorgungsarbeiterInnen, die Berufsfeuerwehr, KollegInnen der
Stadtgärtnereien und die Angestellten der Hochschulen und des Sozialreferats
waren da. Auffällig waren auch die StraßenreinigerInnen, die mit ihren kleinen
Kehrmaschinen rechts der Reisigbesen, links die ver.di-Fahne-eine Spur der
Ludwigsstraße blockierten.
Nach dieser Aktion legte ver.di gleich nach und
organisierte am 16.12. einen eintägigen Warnstreik der öffentlichen
Verkehrsmittel. Das ist schon wesentlich kämpferischer als frühere
ötv-Aktionen, die bei den Verkehrsbetrieben Warnstreiks immer nur in der Früh
von 4.00h bis 6.00h organisierten.
Außerdem kam es noch zu stundenweisen Ausständen beim
Münchner Flughafen und in einzelnen Krankenhäusern. Neu war, dass ein
Warnstreik bei den 800 städtischen ErzieherInnen und KinderpflegerInnen
organisiert werden konnte. Trotz der Medienkampagne, dass die Kassen leer
seien, war die Stimmung im Allgemeinen kämpferisch und gut.